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DRK-Kreisverband Darmstadt-Land e.V.

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Suchdienst und Kreisauskunftsbüro

Mitarbeiter des DRK-Suchdienstes bei der Datenerfassung
Foto: DRK

Was ist das Kreisauskunftsbüro?

Das Kreisauskunftsbüro (KAB) ist eine Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes, welche bei Katastrophen oder im Konfliktfall das Auskunftswesen bzw. den Personensuchdienst auf Kreisverbandsebene organisiert und betreibt.

Der DRK-Suchdienst sammelt, erfasst und ordnet Daten von Betroffenen, um berechtigten Personen Auskunft über den Verbleib der Angehörigen geben zu können.

Hintergrund: Mit Anerkennung der Genfer Abkommen durch die Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1954 verpflichtete sich diese, im Konfliktfall eine Nationale Auskunftsstelle einzurichten. So soll durch die Registrierung von Kriegsgefangenen bzw. von betroffener Zivilbevölkerung die Auskunftsmöglichkeit über den Verbleib von Personen gewährleistet sein. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) wurde im Jahre 1966 durch die Bundesregierung beauftragt, eine solche zu planen, vorzubereiten und gegebenenfalls einzurichten und zu betreiben.

Diese besondere Aufgabe des DRK wurde im Jahre 2001 durch die Unterzeichnung der neuen Suchdienstvereinbarung bestätigt. Grundgedanke war, die Strukturen der Nationalen Auskunftsstelle in Friedenszeiten zu nutzen, um auch im Katastrophen- oder Großschadensfall über ein funktionierendes Auskunftswesen verfügen zu können.



Organisation des Amtlichen Auskunftsbüros (AAB)

Das Auskunftswesen ist in drei Ebenen dezentral organisiert. Die Arbeit direkt am Ort des Geschehens wird von den Kreisverbänden des DRK mit ihren Kreisauskunftbüros geleistet. Darüber betreiben die 19 DRK-Landesverbände jeweils ein Landesauskunftsbüro. Auf Bundesebene ist die Direktion des Amtlichen Auskunftsbüros (D/AAB) beim DRK-Generalsekretariat zuständig. Diese stellt auch die Schnittstelle zum IKRK in Genf dar und wird durch den DRK-Suchdienst München unterstützt.

Die Auskunftsstelle

Im Katastrophen- oder Konfliktfall kümmern sich die Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen vor Ort um die Betroffenen. Jede aufgefundene Person wird umgehend durch die Helfer registriert. Die Erfassung erfolgt mit Registriervordrucken, auf denen die Personalien, der Fundort und-zeitpunkt sowie der geplante Verbleib vermerkt werden. Diese Daten werden an die Personenauskunftsstelle weitergegeben und dort gesammelt.

Die Personenauskunftsstelle nimmt ebenso die Suchanfragen von Angehörigen entgegen und versucht mit Hilfe der Katastrophenkartei und dem sogenannten Karteibegegnungsverfahren Auskunft über die gesuchten Personen zu erteilen. Mittlerweile wird dazu unterstützend ein EDV-Programm namens XENIOS eingesetzt, welches allerdings die "papiergestützte" Erfassung der Personendaten nicht vollständig ersetzen kann und soll. Hiermit ist über eine zentrale Online-Datenbank ein schneller überregionaler Datenabgleich möglich.

 

Bilderstrecke zur Organisation von Suchdienst und AAB